Michelada

Von scharfem Chili-Rim bis zur herzhaften Tiefe von Clamato: Die Michelada ist weit mehr als ein Biermischgetränk. Im Jahr 2026 hat sie sich vom Geheimtipp zum Vorreiter des „Savory Drink“-Trends entwickelt. Wir haben für euch Geschichte, die Wissenschaft hinter dem Geschmack und das perfekte Rezept für den ultimativen mexikanischen Klassiker.

Hier verraten wir euch das Rezept für die „Clamato-Style“ Michelada, eine authentische Michelada, wie man sie in den Cantinas von Mexiko-Stadt oder den Beach-Bars von Tulum serviert, ist die Balance der Saucen entscheidend. Die Michelada: Mexikos Umami-Wunder und der Aufstieg der Savory Beertails

Michelada

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Schwierigkeit: Einfach
Portionen

1

Portionen
Zubereitungszeit

5

Minuten
Barbetrieb

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Zutaten:

  • 1 Mexikanisches Bier (z.B. Corona)

  • 6 cl Clamato (Tomatensaft)

  • 3 cl frisch gepresster Limettensaft

  • 2 EL Worcestershire Sauce

  • Tajin-Gewürzmischung (Pulver)

  • Eiswürfel

  • optional:
  • 1 Spritzer Tabasco

So geht’s:

  • Den Rim vorbereiten: Den Rand eines Highball-Glases oder eines Bierkrugs mit Limettensaft befeuchten und in das Tajín-Salz drücken. Dazu gibt man beides in flache Schälchen oder man verwendet zum Befeuchten einen Limettenschnitz, der um den Glasrand gedreht wird.
  • Die Basis mixen: Limettensaft, Worcestersauce und Clamato direkt ins Glas geben.
  • Eis: Das Glas zu 3/4 mit großen Eiswürfeln füllen
  • Build: Das eiskalte Bier vorsichtig aufgießen. Achtung: Durch die Saucen und das Salz schäumt das Bier schneller auf als gewohnt.
  • Garnitur: Einmal kurz mit dem Barlöffel von unten nach oben ziehen. Mit einer Limettenscheibe oder – für den modernen Twist – einer eingelegten Chili oder einer Riesengarnele garnieren.
Michelada
© Mizina / Depositphotos – Michelada: Mexikanischer Bier-Cocktail

Warum die Michelada 2026 die Bars erobert

In einer Welt, die lange Zeit von zuckrigen Spritz-Varianten und fruchtigen Tiki-Drinks dominiert wurde, sehnen sich Gäste heute nach Struktur, Würze und Charakter. Die Michelada (eine Cerveza Preparada) bedient genau diesen Zeitgeist. Sie kombiniert die Frische eines Lagerbiers mit der Komplexität von Umami-Noten und einer kontrollierten Schärfe.

3 Fakten, die man über die Michelada wissen muss:

Etymologie: Der Name stammt vermutlich von „Mi Chela Helada“ (Mein eiskaltes Bier). „Chela“ ist in Mexiko der gängige Slangbegriff für Bier.

Umami-Boost: Durch Zutaten wie Clamato und Worcestersauce werden Glutamate in den Drink eingebracht. Diese wirken als Geschmacksverstärker und holen die malzigen Noten des Bieres noch mehr heraus. Das Ergebnis ist ein herzhaftes, würziges Profil oder in anderen Worten: umami – der 5. Geschmack.

„Levanta Muertos“ (Totenwecker): So wird die Michelada in ihrer Heimat Mexiko oft bezeichnet. Gemeint ist damit ihr Ruf als “Katerkiller” nach einer langen Nacht. Man kennt hierzulande ähnliche Institutionen, wie das “Konterbier”. Auch bei der Michelada handelt es sich wohl weniger um eine belegbare medizinische Wunderwirkung als vielmehr um einen sensorischer Paukenschlag. Ob sie wirklich tote Geister weckt, überlassen wir ganz dem Selbstversuch unserer Leser. 😉

Mixologie-Insights: Die Wissenschaft des Geschmacks

Warum funktioniert die Kombination aus Bier und Tomate so gut? Während ein klassischer Bloody Mary auf der Neutralität von Wodka basiert, nutzt die Michelada die Kohlensäure und die Hopfenbitterkeit des Bieres, um die schwere Textur des Tomatensafts aufzubrechen.

2026 sehen wir zudem den Trend zur Michelada Verde. Hierbei wird der rote Tomatensaft durch eine Mischung aus grünen Tomatillos, Koriander und grüner Chili ersetzt – eine noch frischere, fast schon botanische Variante des Klassikers.

Michelada
© Mizina / Depositphotos – Titelbild: Michelada

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Einordnung: Bier-Cocktails
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